Fußreflexzonenmassage – Fußmassage zur Entspannung für zu Hause

Egal, an welcher Stelle die Fußsohle massiert wird – die Massage hat immer Auswirkungen auf bestimmte Bereiche des Körpers. Der Fuß hat bestimmte Reflexzonen, die in den Körper hineinwirken. Die gezielt vorgenommene Fußreflexzonenmassage beeinflußt daher gewollt eine ganz spezielle Zone oder ein ganz bestimmtes Organ.. So hat die Massage an den Zehenspitzen beispielsweise die Wirkung, dass sie sich positiv auf das Gehirn auswirkt. Doch was muss man beim Massieren beachten und welche Wirkungen können erzielt werden? Diesen und weiteren Fragen rund um das Thema Fußreflexzonenmassage gehen wir im folgenden Artikel auf den Grund.

Was ist eine Fußreflexzonenmassage?

Eine Fußreflexzonenmassage wird auch Fußreflexzonentherapie genannt. Wie alle Arten der Reflexzonenmassage gehört sie zu den sogenannten Umstimmungstherapien. Eine Reflexzonenmassage der Füße basiert auf der Vorstellung, dass Füße über Nervenbahnen mit allen Organen im Körper verbunden sind. 

Dabei ist der Bereich um den großen Zeh herum mit dem Gehirn verbunden und der Ballen mit dem Herzen. Treten Schmerzen an bestimmten Stellen des Fußes auf, wenn man diesen beim Laufen auf den Boden setzt, kann dies auf Probleme in einem Bereich des Körpers hindeuten. Über die Fußreflexzonenmassage will man die Beschwerden lindern und die Selbstheilungskräfte des Körpers anregen.

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(Fußrefelexzonenmassage)

Was bewirkt eine Fußreflexmassage?

Die Fußreflexzonenmassage kann das allgemeine Befinden im ganzen Körper verbessern. Der Grund dafür ist, dass die Reflextherapie entspannend und beruhigend wirkt und Blockaden im Körper lösen kann. Außerdem wird das Gewebe bei einer Massage gelockert. Das sorgt dafür, dass Energie im Körper fließen kann. Bei schlechter Stimmung oder schlechter Laune zeigt sich, dass sich die Fußreflexzonenmassage positiv auf die Stimmung auswirken kann. Auch Schlafstörungen können durch eine solche Massage verringert werden, wenn sie abends oder am späten Nachmittagdurchgeführt wird. Auch Kopfschmerzen, Allergien und Verspannungen können nach einer Fußreflexzonenmassage gemindert werden.

Wie gesund sind Fußmassagen?

Viele Menschen sitzen heute sehr lange am Schreibtisch. Andere sind den ganzen Tag auf den Beinen oder müssen lange stehen. Auch zu enge Schuhe oder das Laufen auf hartem Asphalt hat Auswirkungen auf den Körper und belastet sie stark. Die größte Belastung haben immer die Füße. Dabei wird oft vergessen, dass jeder Nerv sowie jede Reflexzone einen großen Einfluss auf die Gesundheit, die inneren Organe, die psychische Verfassung und letztlich auf das allgemeine Wohlbefinden hat. Eine Fußreflexzonenmassage kann sich gesundheitsfördernd auswirken, da sie:

  • die Durchblutung fördert
  • den Blutdruck reduziert
  • Schmerzen verringert
  • eine entspannende Wirkung hat

Wann führt man eine Fußreflexzonenmassage durch?

Hauptsächlich dient die Fußreflexzonenmassage als unterstützende Maßnahme bei chronischen Erkrankungen. Zudem wirkt sie positiv bei:

  • Sportverletzungen
  • Erkrankungen der Muskulatur und des Skelettes
  • Schmerzbehandlungen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Chronisch verstopfter Nase
  • Migräne und Kopfschmerzen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Allergien

Bei psychischen Belastungen kann die Fußreflexzonenmassage ebenfalls als ergänzende Therapie angewendet werden. Dazu zählen

  • Schlafstörungen
  • Depressionen
  • Erschöpfungszustände
  • Stress
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(Fußreflexzonenmassage - Anwendung)

Kann man Fußreflexzonenmassage selbst machen?

Bei der Massage von bestimmten Stellen an den Füßen, regt man gewisse Nervenbahnen an. Diese senden dann Signale an die bestimmten Stellen im Körper. Eine Fußreflexzonenmassage kann wie jede andere Massage auch von zu Hause aus ausgeführt werden. Dafür benötigt man keine besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten. Im Vorfeld sollte man sich allerdings darüber informieren, welche Zone des Fußes für welche Körperregion zuständig ist. So kann der gewünschte Effekt eintreten.

Fußreflexzonenmassage selber machen: Die richtige Vorbereitung

Selbstverständlich kann man auch seine eigenen Füße massieren. Manche Griffe lassen sich aber von einer zweiten Person besser ausführen. Bevor es allerdings losgeht, sollte man allerdings einige Dinge vorbereiten:

  1. Ein Fußbad kann die Füße reinigen und erwärmen. Bereits das kann die ersten Verspannungen auflösen.
  2. Während einer Massage kann der Körper auskühlen. Aus diesem Grund sollten nur die Füße nackt sein. Der Rest des Körpers sollte bedeckt werden.
  3. Um bei der Massage richtig entspannen zu können, sollte man sich bequem hinlegen. Dabei kann man die Beine ausstrecken und die Füße auch hochlegen. So kann der Masseur auch gut an die Füße herankommen.

Fußreflexzonenmassage selber machen: Anleitung & richtige Zone finden

In der folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung wird gezeigt, wie man die Fußreflexzonenmassage richtig angeht:

Schritt-01:

Ein Massageöl sollte für die Massage besorgt werden, falls man ein solches nicht im Haus hat. Ein einfaches Körperöl ist allerdings ebenfalls ausreichend.

Schritt-02:

Das Massageöl sollte zunächst zwischen den Händen verrieben werden. Dadurch wird es gut verteilt und leicht erwärmt.

Schritt-03:

Anschließend streicht man leicht über die Fußsohlen und lockert dann die Zehen und die Gelenke. Dafür kann man sanft an den Zehen ziehen. Das lockert die Füße.

Schritt-04:

Jetzt geht es an die aktuellen Beschwerden. Im nächsten Schritt löst man die Verspannungen und massiert die Schmerzen weg. Dafür drückt man die Stellen, die den entsprechenden Reflexzonen zugeordnet sind, die man bearbeiten möchte. Bei der Fußreflexzonenmassage geht es nämlich weniger um das Kneten und Streicheln der Füße, sondern um Druck an den richtigen Stellen. Im Internet findet man viele Zeichnungen, die alle Reflexzonen an den Füßen aufzeigen. Hat man nun die entsprechenden Punkte gefunden, drückt man die Stelle für etwa eine bis fünf Sekunden. Der Druck sollte dabei allerdings nicht zu stark sein, damit sich der Massierte entspannen kann.

Schritt-05:

Hat man die gewünschten Punkte abgearbeitet, sollte man die Füße noch einige Minuten massieren. Danach sollte der Massierte einige Zeit ruhen und entspannen.

Wie oft sollte ich eine Fußreflexzonen-Massage machen?

Eine gute Fußreflexzonen-Massage sollte zwischen 20 und 45 Minuten dauern und zwei bis drei Mal pro Woche stattfinden. Diese Angaben können aber nach Wunsch und je nach Beschwerdebild variieren.

Welche Risiken birgt eine Fußreflexzonen-Massage?

Bisher gibt es wenige Nebenwirkungen, die bei der Fußreflexzonen-Massage beobachtet wurden. Es sollte also immer auch auf die Reaktionen des Körpers geachtet werden. Folgende Nebenwirkungen können durch eine Fußreflexzonen-Massage verschlimmert werden:

  • bestehende Brüche oder Wunden am Fuß
  • Pilzbefall
  • Diabetischer Fuß
  • Rheuma
  • Morbus Sudeck

Man geht ebenfalls davon aus, dass sich die Wirkung einer Fußreflexzonen-Massage bei folgenden Krankheitsbildern nachteilig auswirken könnte:

  • Infektionen mit mittlerem und hohem Fieber
  • Schwangerschaften und Risikoschwangerschaften – bestimmte Zonen könnten frühzeitige Wehen auslösen
  • Entzündungen – vor allem der Gefäße
  • Psychosen

Welche Vorteile hat die tägliche Fußreflexzonen-Therapie zu Hause?

Eine Fußreflexzonenmassage wirkt immer nur zeitlich begrenzt und kurzfristig. Wenn man eine langanhaltende Wirkung erzielen möchte, so ist eine tägliche Anwendung sinnvoll. Ein Therapeut oder Masseur muss nicht jeden Tag aufgesucht werden. Man kann sich entweder selbst massieren oder von einer dritten Person massieren lassen. Eine weitere Möglichkeit zur Fußreflexzonenmassage bieten Whirlpool-Badewannen mit entsprechend angeordneten Massagedüsen oder Fußbecken mit einem adäquaten Sprudelsystem.

Durch Auflegen des Fußes auf die im Fußbecken-Boden eingelassenen Öffnungen werden Bereiche des Fußes durch die aus diesen Öffnungen herausgepresste Luft angeregt und massiert. Durch die Bewegung des Fußes werden weitere Reflexzonen durch die herausströmende und stärkenregulierbare Luft angesprochen. Auf diese Weise kann die Fußreflexzonenmassage durch den Massierten eigenständig selbst vorgenommen werden.

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So bemerken Sie eine Verbesserung nach der Massage

Nach einer Fußreflexzonenmassage bemerkt man zunächst die Entspannung. Wenn der Druck richtig ist und nicht zu fest gedrückt wird, merkt der Massierte schnell eine Verbesserung der Verspannungen. Auch wer ohne fundierte Kenntnisse ist, kann eine Fußreflexzonenmassage durchführen. Im Internet kann man sich viele Zeichnungen anschauen, auf welchen die wichtigsten Punkte verzeichnet sind.

Fazit

Fußreflexzonen können durch gezieltes Drücken oder Massieren zu mehr Entspannung beitragen. Außerdem kann das körperliche wie das seelische Wohlbefinden gesteigert werden. Um die Füße im Alltag zu entspannen, sollte auf das richtige Schuhwerk geachtet werden. Auch regelmäßige Fußbäder können zur Entspannung des Fußes beitragen darüber hinaus die Durchblutung fördern. Zum Entspannen der Füße kann man auch Igelbälle oder Fußmassagerollen verwenden oder für eine bessere Fußgesundheit einfach möglichst viel barfuß laufen.

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